Lehre der Gruppe CogSys im Überblick
- Gegenstand des Fachs
- Regelmäßige Lehrveranstaltungen
- Studienpläne
- Lehrverständnis
- Mögliche Themen für Bachelor-, Master-, Diplomarbeiten.
Gegenstand des Fachs
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Ein Computersystem wird als intelligentes System bezeichnet, wenn es
Probleme lösen kann, die bislang nur von Menschen lösbar waren. Ein
System heißt kognitiv, wenn es Funktionen wie Wahrnehmen und Erkennen,
Lernen, Problemlösen, Schlußfolgern, Verarbeitung natürlicher Sprache
auf eine Art realisiert, die auf ähnlichen Strukturen und Prozessen
basiert wie bei einem menschlichen Informationsverarbeiter.
Auch bei anderen intelligenten Systemen können kognitive Prinzipien
eingesetzt werden, um die Mensch-Maschine-Interaktion in einer für
menschliche Systemnutzer adäquaten Weise zu realisieren. Im Fach "Kognitive Systeme" werden Methoden, Techniken und Werkzeuge zum Entwurf, zur Implementation und Analyse intelligenter Systeme, die auf kognitiven Prinzipien beruhen, behandelt. Zudem werden exemplarisch verschiedene Anwendungsgebiete Kognitiver Systeme aufgezeigt. In den Lehrveranstaltungen im Bereich Kognitive Systeme werden sowohl informatische Ansätze und Methoden als auch psychologische Theorien und empirisches Arbeiten vermittelt. Zu den informatischen Ansätzen gehört die Anwendung formaler Methoden aus dem Bereich der theoretischen Informatik zur Beschreibung und Analyse von Problemen und Algorithmen (Komplexität, Lernbarkeit) sowie die Beherrschung von Programmiersprachen und grundlegenden Algorithmen zur Umsetzung von auf kognitiven Prinzipien basierenden Algorithmen in lauffähige Systeme. Empirische Techniken werden sowohl benutzt um Hypothesen über spezifische Charakteristika menschlicher Informationsverarbeitung zu prüfen, als auch um implementierte Systeme auf ihre Nutzbarkeit hin zu evaluieren. |
Gegenstand |
Regelmäßige Lehrveranstaltungen
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Sommersemester |
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Wintersemester |
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Jedes Semester |
Studienpläne
| Im Lehrgebiet "Kognitive Systeme" wird mindestens das Modul "KogSys-IA-B: Intelligente Agenten" (SS, ab 4. Fachsemester) belegt. Als Vertiefung kann KogSys-HCI-M: Mensch-Computer Interaktion" (WS) belegt werden. Jeweils im WS wird ein Bachelor-Seminar angeboten. Projekte werden zu spezifischen Themen in Gruppen angeboten und können jedes Semester belegt werden. Kognitive Systeme kann sehr gut mit dem Anwendungsfach Psychologie kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere die Lehrveranstaltungen der Allgemeinen, der Physiologischen Psychologie, sowie der Entwicklungspsychologie (Lehrstuhl Psychologie I) an (siehe Studienempfehlungen für das Anwendungsfach Psychologie als PDF ). |
Bachelor Applied Computer Science |
| Im konsekutiven Studiengang werden Kenntnisse, wie sie in KogSys-IA-B vermittelt werden, vorausgesetzt. Auf Master-Level werden die Module KogSys-ML-M: Lernende Systeme (WS) sowie KogSys-HCI-M: Mensch-Computer-Interaktion (WS) angeboten. Desweiteren werden im SS zwei Master-Seminare (eines davon als Reading Club) angeboten. Praktika werden zu spezifischen Themen als Einzel- oder Gruppenarbeiten angeboten und können jedes Semester belegt werden. |
Master Applied Computer Science |
| Im Bachelor kann das Modul KogSys-IA-B: Intelligente Agenten (SS) sowie das Bachelor-Seminar (WS) gewählt werden. Im Rahmen des Profilbildungsstudiums kann ein Projekt durchgeführt werden und es können Veranstaltungen aus dem Masterprogramm gewählt werden. Im Masterprogramm werden die Module KogSys-ML-M: Lernende Systeme (WS) sowie KogSys-HCI-M: Mensch-Computer-Interaktion (WS), Master-Seminare (im SS, eines davon als Reading Club) sowie ein Praktikum besucht werden. |
Bachelor/Master Wirtschaftsinformatik |
| Der nötige Umfang von 12 SWS kann durch den Besuch der drei Veranstaltungen KogSys-IA-B: Intelligente Agenten, KogSys-ML-M: Lernende Systeme sowie KogSys-HCI-M: Mensch-Computer-Interaktion abgedeckt werden. Alternativ zu den beiden letztgenannten Modulen kann ein Praktikum belegt werden. Der Erwerb eines Seminarscheins ist möglich. | Wahlpflichtfach im Diplom-Studiengang Wirtschaftsinformatik |
| Es gibt kein offizielles Nebenfach "Informatik Kognitiver Systeme". Nach Absprache ist es jedoch möglich, beim Nebenfach "Kulturinformatik" im Hauptstudium die spezifisch kulturinformatischen Lehrveranstaltungen durch Veranstaltungen aus dem Bereich Kognitive Systeme in gleichem Umfang zu ersetzen. | Nebenfach "Informatik Kognitiver Systeme" in Magisterstudiengängen |
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"Informatik Kognitiver Systeme" ist ein empfohlenes Wahlpflichtfach im
Studiengang Diplom-Psychologie. Das Wahlpflichtfach umfasst 16-18 SWS.
Als Voraussetzung für das
Verständnis der Lehrveranstaltungen im Bereich Kognitive Systeme
müssen zunächst informatische Grundlagen erworben werden: Grundlagen
der Algorithmenentwicklung und Programmierung können in der
Veranstaltung "Einführung in die Informatik" erworben werden,
formale Grundlagen der Informatik in der Veranstaltung "Mathematik
für Informatiker/Discrete Foundations". Darauf aufbauend liefert dann
die Vorlesung "Kognitive Systeme I: Intelligente Agenten" den
Einstieg in das zentrale Thema des Wahlpflichtfachs. Anschließend soll
eine weitere Vorlesung aus dem Bereich "Kognitive Systeme"
besucht werden.
Abweichungen von diesem Studienplan sind in begründeten Fällen möglich. [Studienplan in pdf] |
Andere Diplom-Studiengänge, insb. Psychologie |
Lehrverständnis
| Ziel einer Vorlesung ist es, wichtige Themen, Theorien, Formalismen, Algorithmen, Methoden und Werkzeuge eines Gebiets strukturiert und übersichtlich darzustellen. Zusätzlich ist es wünschenswert, Querbezüge zu anderen Bereichen und Anwendungsbezüge aufzuzeigen. Unverzichtbar ist die Vertiefung des Vorlesungsstoffes durch praktische Übungen. Bei vielen Informatik-Themen gilt die Binsenweisheit, dass man etwas erst dann richtig verstanden hat, wenn man es auch anwenden kann (einen Algorithmus implementieren, einen Beweis durchführen, ein Werkzeug anwenden, etc.). | Vorlesungen und Übungen |
| Ziel eines Seminars ist die Erarbeitung eines speziellen Themas durch Rezeption und Diskussion von wissenschaftlichen Publikationen. Zwei weitere wesentliche Lernziele sind: Suche, Erarbeitung und Bewertung von Literatur sowie mündliche und schriftliche Präsentation von wissenschaftlichen Inhalten. | Seminare |
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Ziel eines Praktikums ist es, theoretisch Gelerntes zur
Lösung eines
konkreten Problems anzuwenden. In vielen Bereichen der Angewandten
Informatik steht hier die Entwicklung eines umfangreicheren Programms in
Gruppenarbeit im Vordergrund. Dies trifft zum Teil auch auf den
Bereich "Kognitive Systeme" zu. Der Schwerpunkt bei Praktika
liegt auf der Vermittlung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
unter Anleitung. Ein Praktikum sollte Studierende auf die Erstellung von Qualifikationsarbeiten (Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Diplomarbeit) vorbereiten. Eine Praktikumsarbeit umfasst: Das Einarbeiten in ein Themengebiet durch Finden und Rezipieren der relevanten wissenschaftlichen Literatur, Einordnung des eigenen Themas in den Stand der Forschung und Vortrag vor den Praktikumsteilnehmern; die Strukturierung der konkreten Arbeit durch Entwicklung eines Arbeits- und Zeitplans; die Bearbeitung des Themas durch Entwurf und/oder Implementierung von Algorithmen, theoretische Analysen und/oder empirische Evaluation der Algorithmen sowie die schriftliche Darstellung (in Form eines wissenschaftlichen Aufsatzes) und mündliche Präsentation der Ergebnisse. |
Praktika/Projekte |